Wallfahrt der Pfarrei nach Hergiswald

Am Mittwoch 7. September pünktlich 13.15 Uhr wurde der grosse Car mit jungen und erwachsenen Wallfahrern bis auf den letzten Platz gefüllt.

Bei herrlichstem Wetter konnte Pfarrer Issac auf der Fahrt die Leute begrüssen und betete anschliessend ein Reisegebet. Ebenso begrüsste die Wallfahrt Mitorganisatorin Monika Meyer alle und gab den Ablauf des Nachmittages bekannt.

Nach der Durchfahrt von Kriens konnte bald wer wollte oder mochte, bei der Hergiswaldbrücke aussteigen und den steilen Fussweg in Angriff nehmen. Der Fussweg, meist im Wald, wird von 20 Stelen mit Rosenkranzgeheimnissen gesäumt. Mit Pfarrer Issac zusammen gab es dabei kurze Gegrüsst seist du Maria Besinnungshalte.

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Die Wallfahrtskirche; Unsere Liebe Frau vom Hergiswald ist eine besonders einmalige Aussen und Innen-Augenweide. Aussen besticht sie durch ihre spezielle Bauweise, innen durch ihre hochinteressante Ausstattung. Die erste Kapelle liessen Bürger von Luzern 1501-1504 für den Kartäuser Johann Wagner bauen. Johann Wagner hatte sich vom Kartäuser Kloster Ittingen TG losgesagt, und als Eremit im Herrgottswald, bis zum Bau der Kapelle unter einem Felsvorsprung gelebt. Das Grab des frommen Mannes machte die Kapelle zu einem vielbesuchten Wallfahrtsort und musste daher durch eine grössere Kapelle ersetzt werden. Speziell in der heutigen Wallfahrtskirche ist die Loreto Kapelle mitten in der Kirche.

Dem damaligen Kapuziner Ludwig von Wyl ist es zu verdanken, dass die Kapelle detailgetreu nachgebaut und vom Französischen König Ludwig dem XIV. gestiftet wurde.

Speziell sehenswert ist auch die gewölbte Holzdecke mit den 324 gemalten Bildern, auch Emblem genannt, das heisst Sinnbilder zur Verherrlichung Marias.

Mit Pfarrer Issac durfte dann die heilige Messe gefeiert werden. Pfarrer Issac freute sich, mit den Pilgern an diesem besonderen Ort dabei zu sein zu dürfen. In seinem Predigtwort nach dem Evangelium von den Seligpreisungen setzte Pfarrer Issac 3Akzente. 1. Sie werden wenig beachtet, aber ohne all die freiwilligen und selbstlosen Helfer / innen ginge es nicht. Um wie viel ärmer wäre die Welt ohne sie. 2. Weckruf an die Reichen und Satten. Sie sollten nicht vergessen, dass Teilen und Verschenken viel mehr bringen würde, als nur an sich und sein eigenes Wohlergehen zu denken. 3. Den Horizont der Hoffnung nach Gott ausgerichtet haben. Es ist wie in einem Schiff, wo man einem Leuchtturm in der Ferne sieht, dem man vertrauensvoll zusteuert in der Hoffnung dass alles gut werden kann. Die folgenden Fürbitten schlossen die Pfarrgemeinde, die Jungen Menschen, Kranke, Leidende und die Verstorbenen mit ein. Mit freudigen Liedern und dem kraftvoll klingenden Halleluja erhielt der Gottesdienst eine besonders eindrückliche Note.

Schon wurde wieder der Car bestiegen und im Restaurant Sonne in Neuenkirch wartete ein feines Zabigplättli auf die Wallfahrer. Das frohe Beisammensein tat auch an Leib und Seele gut, bevor alle wohlbehalten wieder in Rickenbach eintrafen.

Danke an Pfarrer Issac, Monika Meyer und Christian Rölli für das Ermöglichen dieser eindrücklichen Wallfahrt.

                                                                              Maria Hermann

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