Auffahrt in Rickenbach, 25. Mai 2017.

Ein wunderschöner Morgen begleitete die Auffahrtsprozession von Beromünster bis nach Rickenbach. Sobald die Priester ihre Pferde den Ordnungshütern übergeben hatten, war der feierliche Einzug in die Kirche St. Margaretha. Dabei jubilierte die Orgel und die Priester begaben sich anschliessend in die Sakristei, für den Festgottesdienst bereit zu machen.

Das Orchester, die Organistin, die Solosopranistin und die Kirchenchöre Rickenbach und Büron-Schlierbach unter der Gesamtleitung von Henrik Rihm sangen zu Beginn eindrücklich aus der kleinen Orgelsolomesse von Joseph Haydn das Kyrie eleison, Herr erbarme dich

 

Nach freundlichen Begrüssungsworten von Frau Küng wurde von der Empore auch schon das Gloria in die vollbesetzte Kirche hinaus gesungen.

Das Evangelium von Jesu Auffahrt zum Himmel leitete dann auch über in die Worte von Festprediger Andreas Schallbetter: „ Aufsteigen, ansteigen.“  Jesus ist in seinem irdischen Leben hinabgestiegen, bis zum Kreuzestod und Grab. Er ist aber auch aufgestiegen von Tod und Grab bis hin zu seiner Himmelfahrt. Es gibt im Leben immer wieder Auf-und Abstiege. Von Gesundheit zur Krankheit, Loslassen von lieben Menschen, verlieren des Arbeitsplatzes. Aber Abstiege beinhalten auch Aufstiege. Nach überstandener Krankheit die Genesung erfahren, neue liebe Mitmenschen geschenkt bekommen, oder wieder gewinnen, eine Arbeit, die ebenso Erfüllung und Freude bringt. Abstiege annehmen, setzten Glauben und Vertrauen voraus, Aufstiege erfahren dürfen, kann umso mehr dankbar und glücklich machen.

In den Fürbitten wurde um „Aufstiege“ gute Menschen für die Sinnsuchenden, Flüchtlinge, im Leben Gescheiterten, Verzweifelten gebetet.

Das von der Empore freudig gesungene Sanktus, das erhabene Agnus Dei und während der Kommunion das solistisch wunderschöne Benediktus machten den Auffahrtsgottesdienst zu einem speziellen Erlebnis.

Nach dem Schlusssegen und „Gehet hin im Frieden“ zerstreuten sich die Gläubigen in alle Richtungen. Evt. um gleich die zweite Umritt Hälfte bis nach Beromünster in Angriff zu nehmen, oder um 11.15. Uhr vor der Kirche mit der Prozession bis nach Beromünster mitmachen zu können.

Absteigen und aufsteigen, an Christi Himmelfahrt 25. Mai, absteigen und aufsteigen, himmelwärts, immer wieder im täglichen Leben.

                                                                                                Maria Hermann-Bürgler