Rickenbach Pfarrei. Pfarreifest im Bohler am 24. Juni 2017.


Jedes Jahr an einem Samstag Ende Juni findet in der Kirchgemeinde Rickenbach das Pfarreifest statt. Da findet der Gottesdienst mit anschliessendem, gemütlichem Zusammensein in einem Weiler, bei einem Wegkreuz, oder einer Kapelle statt.

Dieses Jahr hat Familie Müller vom „Bohler“ am Samstag 24. Juni dazu eingeladen. Das neu renovierte Kreuz zwischen den beiden Chalets oberhalb vom Bohler Areal war der Grund für diesen besonderen Anlass.

Das Wegkreuz im neuen Glanz, davor der Alter und Sitzgelegenheiten für die Gottesdienstbesucher luden um 19.00 Uhr zum Gottesdienst. Nach der Begrüssung von Pfarrer Issac stimmte das gesungene Lied; Komm in unserer Mitte oh Herr, die Feier ein. Gekonnt am Piano begleitete Seraina Schmidlin auch die anderen gesungenen Lieder.

Wie ein roter Faden zog sich das Fest von Johannes dem Täufer durch die Messe. Was wird wohl aus diesem Kind, fragten sich damals nicht nur die Eltern Elisabeth und Zacharias von Johannes, so Pfarrer Issacs Predigtwort. Was wird wohl aus diesem Kind, fragen sich auch heute immer wieder Eltern. Wie geht sein Lebensweg in der Kindheit, in der Schule, bei der Berufswahl, als erwachsener Mensch? Jeder Mensch hat einen Auftrag, so wie Johannes der Täufer, auch Licht für die Mitmenschen zu sein, sagte Pfarrer Issac.

Am Schluss des Gottesdienstes segnete Pfarrer Issac noch das neu renovierte Wegkreuz ein.

Erwin Müller hiess ganz am Schluss der Feier die Anwesenden herzlich willkommen und erwähnte dabei auch das Wegkreuz, das am Weg Richtung Katzenburg steht.

Der Grund für dieses Kreuz ist nicht eindeutig erwiesen. Es wurde 1944 von Herrn Xaver Müller – Kurmann errichtet. Ein Grund könnte das Andenken an den vom Kirschbaum tödlich verunglückten Xaver Müller – Hinnen sein. Eine andere Erklärung deutet auf einen Dank von verschonter Viehseuche hin.

Weiter erklärte Erwin Müller, dass die Siedlung Bohler früher Erlosen geheissen hat und das Geschlecht Schüpfer hatte hier seinen Stammsitz. Seit ca. 1700 ist nun die Familie Müller im Bohler ansässig. Im Jahre 1751 zahlte ein Kaspar Müller 18 Gulden und 20 Schillinge für seinen Einzug in die Gemeinde.

Jetzt sei es aber an der Zeit, so Erwin Müller, wieder in die Gegenwart zurück zu kehren um gemeinsam etwas zu essen und zu trinken. In der grünen Halle war alles für die Kirchgänger bereit und die beiden Grillmeister gaben das Beste für „ihre“ Bratwürste.

In froher Gesellschaft sass man noch beisammen und das diesjährige Pfarreifest fand irgendwann seinen guten Abschluss.

Vielen Dank an alle Beteiligten und speziell an Familie Müller für den sehr schönen Pfarreifest Abend.

Maria Hermann – Bürgler.