Pfarreifest

Jedes Jahr, gewöhnlich am letzten Junisamstag findet das Pfarreifest der Kirchgemeinde statt.

Das heisst; Der Samstagabend Gottesdienst wird in einem Weiler der Kirchgemeinde, bei einem Kreuz, Bildstöckli oder bei einer Kapelle abgehalten.

So war am Samstag 30. Juni das restaurierte „Winkelchäppeli“ dafür ausersehen. Pfarrer Issac segnete das nach sanfter Renovation in neuem Glanz erstrahlende „Chäppeli“ vor der Messfeier ein.

Kirchenratspräsident Erwin Schmidlin richtete anschliessend beim Altar auf dem Schulhausplatz herzliche Begrüssungsworte an die Gläubigen. Das kleine Bauwerk ist neben dem Kirchenareal das einzige Grundstück, das der Kirchgemeinde gehört, so Erwin Schmidlin. Das „Chäppeli“ werde „Butzenchäppeli“ genannt. Der Name kommt offenbar daher, weil es im Inneren der Kapelle Kinderengel mit Pausbacken hat. Sogenannte Putten, wie man sie aus der Barockzeit kennt. Der Altar stellt die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes dar. Über dem Türeingang ist das Bild zu sehen, wo Jesus vom Kreuz abgenommen wird. Mit der heutigen „Chäppeli“ Segnung kann auch ein kleines Jubiläum gefeiert werden. 1818, also vor 200 Jahren wird die Kapelle erstmals schriftlich erwähnt, sagte Erwin Scmidlin.  

 

Pfarrer Issac stellte den nun beginnenden Gottesdienst unter das Thema Glauben. Der Glaube, der zentrale Anker im Alltag. In Krankheit, Leid und unvorhergesehenen Ereignissen auf Gottes Vorsehung vertrauen können und dürfen. Das Predigtwort von Pfarrer Issac bekräftigte; Ohne Glauben geht es nicht. Ohne Glauben hätte ich das nie geschafft, hat in vielen Fällen immer wieder seine Gültigkeit. In diesem Sinne wurden vielfältige Anliegen auch in den Fürbitten zu Gott getragen. Passende Lieder, gekonnt am Piano begleitet von Henrik Rihm, machten den Gottesdienst zu einem speziellen Erlebnis.

Schon duftete es nach Bratwurst und Walter Wey und seine Helfer, Familie Loosli und Familie Hermann  hatten nach dem Schlusssegen die Festwirtschaft voll im Griff. Nach den Worten von Walter Wey, zuerst eine Bratwurst, dann ein Stück Kuchen, wieder eine Bratwurst und nochmals ein Stück Kuchen, konnte nichts mehr schief gehen. Das herrliche Sommerwetter lud zudem zum Bleiben und Geniessen ein und das wurde auch rege genutzt.

Allen Beteiligten die sich im kirchlichen und weltlichen Bereich für das Gelingen dieses Pfarreifestes eingesetzt haben, gebührt im Namen der Kirchgemeinde ein grosse Danke.

                                                                                        Maria Hermann – Bürgler.