Fest der Heiligen Margareta (20. Juli)

Margareta – in der Ostkirche ist Marina der gebräuchliche Name – ist eine legendäre Märtyrerin. Sie soll aus Antiochia in Pisidien gestammt haben und Tochter eines heidnischen Priesters gewesen sein. Die christliche Amme erzog sie zum Glauben; der Vater verstiess seine Tochter, als er dies bemerkte und denunzierte sie beim Stadtpräfekten. Sie floh, wurde aber gefunden und vor Gericht gestellt; die Richter begehrten die hübsche Angeklagte, wurden aber von ihr abgewiesen und rächten sich umso grausamer. Margareta wurde mit Fackeln angesengt und in siedendem Öl gekocht, aber sie blieb unverletzt. Das Volk war von diesen Wundern dermassen beeindruckt, dass die Menschen sich offen zum Christengott bekannten – dafür aber gleich geköpft wurden wie schliesslich auch Margareta. Margareta ist eine der «Stimmen», von denen Jahrhunderte später Jeanne d'Arc geführt wurde. Mit Barbara und Katharina von Alexandria gehört sie zu den beliebten Nothelferinnen; zusammen mit Dorothea sind sie die vier «Virgines capitales», «die wichtigsten Jungfrauen».

Das Fest unserer Kirchenpatronin feiern wir am ersten Sonntag der Schulferien im Juli.
Name bedeutet die Perle (griech.)
Attribute kleines Kreuz, Drache, Fackel
Patronin der Bauern, Jungfrauen, Ammen, Mädchen, Gebärenden, unfruchtbaren
Ehefrauen; der Fruchtbarkeit; bei schweren Geburten, Gesichtskrankheiten und Wunden


Bauernregeln
«Wenn es an Margareta regnet, kommt das Heu schlecht heim.»
«Regen am Margaretentag, bringt viel Klag’.»
«Gegen Margareten und Jakoben, die stärksten Gewitter toben.»
«Die erste Birn’ bringt Margaret’, dann überall die Ernt’ angeht.»