Sakrament der Krankensalbung

Sakrament der Krankensalbung

Die Krankensalbung ist heute das Sakrament des Lebens, angesichts von körperlichen oder seelischen Gebrechen, die das Leben beschwerlich machen können. Es soll Stärkung, Zuwendung und Trost schenken, aber auch das Vertrauen auf das Ewige Leben.

Man sollte sich aber davor hüten, sich die "Wirksamkeit" des Sakramentes wie die chemische Reaktion eines Medikamentes im Organismus des Menschen vorzustellen. Das Sakrament wirkt durch Gnade; es ist Geschenk Gottes an uns, das in verschiedenster Weise geschehen kann: Vielleicht verleiht das Sakrament "nur" die Kraft, eine Krankheit gut zu ertragen. Vielleicht macht das Sakrament auch bereit,  mit innerer Gelassenheit und Stärke zu sterben und sein Schicksal wirklich anzunehmen. Sind diese geistigen Wirkungen auf die Haltung und Einstellung eines Menschen oft nicht ebenso wichtig zur Überwindung einer Krankheit in welchem Sinne auch immer, sei sie physisch oder psychisch?

Bisweilen wird die Krankensalbung als Stärkung mit auf den letzten Weg gegeben, von daher hat das Sakrament leider auch den schrecklichen Namen "letzte Ölung" erhalten, denn die mit der Krankensalbung verbundene Zuversicht spricht ja genau das Gegenteil in die Schwäche eines Menschen hinein. Zum Beispiel: Die letzte Ölung kann bereits vor schwierigen Operationen oder auch schon am Anfang einer schweren Erkrankung gespendet werden. Sie kann auch öfter im Leben empfangen werden. Am Ende des Lebens will sie nach wie vor einen trostvollen Ausblick auf das himmlische Reich Gottes schenken und dem Sterbenden einen friedvollen Übergang in das „Haus des Vaters“ ermöglichen. Dem Kranken werden dazu die Hände aufgelegt und er wird mit Öl gesalbt, er wird von allen Sünden und Belastungen befreit.

„Ist einer von Euch krank, dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich. Sie sollen ihn mit Öl salben und Gebete über ihn sprechen. Das wird den Kranken aufrichten“ (Jakobus 5, 14). So heißt es im Jakobusbrief der Bibel über dieses Sakrament, das keineswegs nur im allerletzten Moment vor dem Sterben gespendet werden kann.

Es ist sehr sinnvoll, sich rechtzeitig  mit unserem Pfarrer in Verbindung zu setzen. Er ist immer, rund um die Uhr, für Sie erreichbar.