Weihe

Der Begriff „Weihe“ wird unterschiedlich verwendet. Man kennt die Einweihung oder die Jugendweihe, beide jedenfalls in der Regel ohne religiösen Bezug. Darüber hinaus gibt es Weihen im kirchlichen Rahmen. Hier unterscheidet man Weihen, die eher als Segnungen zu verstehen sind (Altarweihe, Kirchweihe) und solche, die als Sakrament verstanden werden. Es handelt sich hierbei um die Weihen zum kirchlichen Amt. Jede der drei Formen des kirchlichen Amtes besitzt eine eigene Weihe. Es handelt sich um die Weihen zum Diakon, zum Priester und zum Bischof.

Durch die Weihe stehen die Geweihten in einer besonderen Art der Nachfolge Jesu. In ihrem Dienstamt sollen sie Jesu Anwesenheit auch in unserer Zeit durch ihr Leben, Handeln und Reden erfahrbar machen. Der Dienst des Amtsträgers umfasst die Aufgaben, Gottes Wort zu verkündigen und zu lehren, die Sakramente zu spenden und das Volk Gottes zu leiten, wobei die verschiedenen Ämter verschiedene Schwerpunkte besitzen.

Wer die Weihe empfängt, stellt sich auf diese Weise für immer Gott zur Verfügung für den amtlichen Dienst an den Menschen; die Weihe ist unauslöschlich und unwiderruflich. Von den Weiheämtern zu unterscheiden sind Funktionsbezeichnungen (Pfarrer, Kaplan, Dekan usw.)

Die Bischofsweihe verleiht die Fülle des Weihesakramentes und die Verantwortung für ein Bistum und innerhalb der Gesamtkirche.

Die Priesterweihe nimmt in die Priesterschaft einer bestimmten Diözese (oder eines Ordens) auf und überträgt ihm die Verantwortung für die Dienste der Verkündigung des Evangeliums, der Feier der Liturgie und der karitiativen Tätigkeiten in dem Bereich, den der Bischof dem Priester zuweist.

Die Diakonenweihe bestellt den Geweihten dazu, im Auftrag des Bischofs und nach dem Vorbild Jesu den Menschen zu dienen. Sein Arbeitsfeld ist neben der Liturgie inbesondere der karitative Bereich; es erschöpft sich aber darin nicht. Von den geweihten Diakonen bleiben einige dauerhaft Diakon, für andere ist die Diakonatsweihe ein Schritt auf dem Weg zur Priesterweihe